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Was tun bei Hochwasser?
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Durchgeführte und zukünftige Maßnahmen

Karte Maßnahmen und Handlungsbedarf
Karte Maßnahmen und Handlungsbedarf

Seitdem sich Menschen entlang der Gewässer angesiedelt haben, besteht das Bedürfnis sich vor Hochwasser zu schützen. Besonders die Hochwasser der letzten zehn Jahre machen deutlich, dass trotz der bisherigen Bemühungen immer noch umfassender Handlungsbedarf besteht. In Anbetracht verschärfter Hochwassersituationen durch eine sich abzeichnende Klimaänderung wird der Handlungsbedarf umso gravierender.


Der Hochwasseraktionsplan bildet die derzeitige Situation im Einzugsgebiet des Mains ab. Er muss künftige Entwicklungen sowie klimatische und hydrologische Änderungen berücksichtigen und daher regelmäßigfortgeschrieben werden. Insoweit wird auch der langfristige Handlungsbedarf Änderungen unterliegen.

Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen hängt von vielen Faktoren ab:

  • Abstimmung von unterschiedlichen Nutzungen und Interessenslagen (z.B. Städtebau, Denkmalschutz, Naturschutz).
  • Beteiligung der Öffentlichkeit im Genehmigungsverfahren.
  • Verhandlungen mit Grundstückseigentümern.
  • Hohe Kosten als Herausforderung für die Träger und Beteiligten bei der Finanzierung.

Insofern kann die zeitliche Umsetzung des nach fachlichen Gesichtspunkten erkannten Handlungsbedarfes nur sehr grob abgeschätzt werden. Insbesondere bei den langfristigen Maßnahmen sind alle Angaben nur als grobe Richtgrößen zu verstehen.


Natürliche Maßnahmen
Natürliche Maßnahmen setzen an der Hochwasserentstehung an und kann Abflüsse und Wasserstände verringern. Sie können jedoch technische Maßnahmen in der Regel nicht ersetzen, sondern nur unterstützen. Sie beinhalten aber zusätzlich eine ökologische Komponente: Die Vernetzung von Gewässer und ihrer Aue lässt vielfältige Lebensräume entstehen, die Voraussetzung für ein stabiles Ökosystem sind. So werden auch die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie unterstützt.

Technischer Hochwasserschutz
Hochwasserschutzmauern, Deiche, Flutpolder, Rückhaltebecken oder mobile Schutzelemente sind in der Regel erforderlich, um dem Schutzbedürfnis gerecht zu werden und die vorgegebenen Sicherheitsstandards herzustellen. Ihre ausreichende Wirkung und Standfestigkeit kann mit modernen Berechnungsverfahren ermittelt werden. Schutzziel ist das hundertjährliche Hochwasser (HQ100)

Vorsorge
Das zentrale Handlungsfeld der Vorsorge richtet sich an alle von Hochwasser Betroffenen und wirkt auch in die Handlungsfelder "Natürlicher Rückhalt" und "Technischer Hochwasserschutz" hinein. Letztlich können auch Schutzbauwerke nur eine begrenzte Sicherheit bieten. Bei geringeren Betroffenheiten und an kleineren Gewässern sind Schutzmaßnahmen häufig nicht möglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar. Um mit Hochwasser zu leben, müssen die Betroffenen über ihre Situation rechtzeitig informiert werden. Durch angepasstes Verhalten lassen sich Schäden minimieren, durch das Freihalten vonÜberflutungsflächen sogar vollständig vermeiden. Vorsorge heißt, den Umgang mit Hochwasser erlernen und aktiv das eigene Verhalten entsprechend anpassen.


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